Was bleibt, ist ein tiefes Loch

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." - mit diesem Schiller-Zitat muss ich leider bekanntgeben, dass die behördlichen Auflagen aufgrund der Beschwerden einer einizgen Anrainerin eine Fortführung des Konzeptes unmöglich machen!

Schweren Herzens waren gestern alle vereinbarten Konzerttermine abzusagen, wobei es mir vor allem um die MusikerInnen leid tut, deren künstlerisches Schaffen ich so gerne den Kärntnerinnen und Kärntnern präsentiert hätte!

Vielleicht finde ich in naher Zukunft ein anderes Zuhause - auch wenn mir im Augenblick der Glaube und die Hoffnung fehlt und ich ernsthaft daran zweifle, ob ein Engagement in Kultur abseits des Mainstream heutzutage noch Sinn macht. Auch kann ich nur den Kopf darüber schütteln, wie sehr doch Bürokratie und Gesetze die Interessen eines Einzelnen schützen und dabei ir­re­ver­si­bel restriktiv Innovationen im Keim ersticken können. Ob das allein ein österreichisches Problem ist, kann ich nicht beurteilen - auf jeden Fall aber ist unsere Gesetzeslage durchaus geeignet, unsere Heimat zu einer im Stillstand verharrenden "Heimat großer Omas und Opas" zu machen, deren nachfolgende Generationen zum überwiegenden Teil nur konsumieren dürfen, was dem Fortschritt aufgeschlossenere Nationen servieren...

Auf jeden Fall möchte ich mich bei all jenen bedanken, die die ersten Konzerte gespielt und genossen haben, die im Vorfeld mit viel Schweiß und Muskelkraft dazu beigetragen haben, den wirklich tollen Gewölbekeller vom Staub des jahrelangen Leerstands zu befreien und zu einem wahrhaft fantastischen Kaninchenbau umzugestalten, die mir jetzt mit trostspendenen Worten zur Seite stehen und die es mir leichter machen, Abschied von einer so großartigen Idee zu nehmen! Danke!

¿content_author¿ thewhiterabbit  ¿content_modified¿ 17.07.2018, 08:18:12  ¿content_created¿ 17.07.2018, 08:18:12